Info-Tag an unserer Schule  

Der Tag der offenen Tür ist mit seinem bunten Treiben mit den verschiedenen Angeboten ein fester Bestandteil an unserer Schule. Interessierten Familien wird seit Jahren somit die Möglichkeit gegeben, sich in unserer Schule in Ruhe umzuschauen sowie auch Vorträge zu besuchen. Dies wird für gewöhnlich gerne angenommen. Die Gespräche mit Pädagogen, Schülern und Eltern haben sich bewährt. Der Elternbeirat und auch die Schüler versorgen die interessierten Familien mit leckeren Snacks, Kuchen, Kaffee und Erfrischungsgetränken. Am Tag der offenen Tür arbeitet die gesamte Schulfamilie eng zusammen, um den Besuchern einen informativen und schönen Einblick zu gewähren.
Dieses Jahr sind die üblichen Angebote leider nicht im vollen Umfang, aufgrund der Pandemie, möglich gewesen. Unsere Schule wollte jedoch allen interessierten Familien die Möglichkeit bieten, sich in unserer Schule umzuschauen und nähere Informationen einzuholen. Aus diesem Grund wurde der Tag der offenen Tür, aufgrund der Hygiene- und Abstandsregelung, als Info-Tag umgesetzt. Den interessierten Familien wurde somit dennoch die Möglichkeit gegeben, sich über die Schule zu erkundigen. Durch eine Voranmeldung in verbindliche Zeitfenster konnten dadurch 50 Familien an unserem Info-Tag teilnehmen.
Das umfassende Hygienekonzept beinhaltete die Begrüßung der interessierten Familien vor dem Schulgebäude durch die Pädagogen und Mitgliedern des Vorstands, der Führung durch das Schulgebäude, einen Vortrag sowie auch in der Loggia einen Stand des Elternbeirats und des Arbeitskreises der Öffentlichkeitsarbeit.
Bei der Führung durch das Schulgebäude haben die Familien über die Lernwelten inkl. der Lernmaterialien Eindrücke sammeln können. Auch die Abläufe unseres Schulalltags und Besonderheiten, wie z.B. der Offenen Ganztagesschule und Arbeitsgemeinschaften sowie auch über das Schulbistro wurden dargestellt. Im Anschluss erfolgte ein Vortrag über die Montessoripädagogik und gezielt über den Schulalltag an unserer Schule. In der Loggia hatte der Elternbeirat, unter Berücksichtigung des Hygienekonzepts, Kaffee und Kuchen angeboten. Aus aktuellem Anlass hat der Elternbeirat Masken mit dem Aufdruck unserer Montessorischule angeboten. Bei noch offen stehenden Fragen konnten sich die interessierten Familien an den Informationsstand des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit wenden.
Wir alle konnten, trotz des eingeschränkten Angebots, aufgrund des Hygienekonzepts, positiv Bilanz ziehen und aus der aktuellen Situation gemeinsam als Schulfamilie den interessierten Familien einen guten Einblick in unsere Schule geben.
Herzlichen Dank an alle Familien! Sie haben uns, trotz des eingeschränkten Angebots, besucht und großes Interesse gezeigt.
Wir bedanken uns ebenfalls bei allen helfenden Händen unserer Schulfamilie, die den Familien den Einblick ermöglicht haben.
Abbildung 1-Foyer (Quelle: Renate Hense)
Abbildung 2-Schaukasten (Quelle: Renate Hense)
Abbildung 3-Fach Soziales Darstellung (Quelle: Renate Hense)
Abbildung 4-Mundschutz (Quelle: Heike Kremer)

Die „Große Arbeit“

Es herrschte enorme Aufregung unter den zehn Jugendlichen. Sie haben sich ein Jahr lang vorbereitet und sich einer der aufregendsten Herausforderungen der 8. Jahrgangsstufe gestellt. Nun, am 22. und 23.10.2020, hatte die Spannung den Höhepunkt erreicht: Die Schülerinnen und Schüler der Montessorischule Aschaffenburg stellen ihre „Große Arbeit“ dem Publikum vor. Die Präsentation konnte in diesem Jahr nicht ganz so viele Augen erfreuen. Aber ein gut durchdachtes Hygienekonzept ermöglichte es wenigstens den wichtigsten Personen im Umkreis der Schülerinnen und Schüler deren Ausführungen zu folgen.

Maria Montessori hatte stets auf die Kraft des Kindes vertraut. Auf den Willen „groß“ zu werden und dies mit eigenem, innerem Antrieb zu schaffen. Die Pädagogen haben die Aufgabe das Kind zu beobachten, zu begleiten und zu unterstützen um mit eigenem Engagement der Schülerinnen und Schüler in die Welt der Erwachsenen hineinzuwachsen, um selbstbewusste, gestärkte, leistungsfähige und empathische Erwachsene zu werden. So ist auch die hintergründige Idee der „Großen Arbeit“. Sie stellt eine Gelegenheit für alle Schüler dar, zu zeigen, dass hier nicht mehr „nur“ ein Kind tätig ist.

Die „Große Arbeit“ besteht aus einem praktischen Teil und der dazugehörigen theoretischen Auseinandersetzung. Ein genauer, durch Kern-Zieldaten eingerahmter und von den Schülern selbst erstellter Zeitplan geleitet die Jugendlichen durch ihr Projekt. Die Themenfindung ist wohl der kniffligste aller Punkte. Dies kann sich um ein greifbares, brauchbares, anschaubares oder erlebbares Ergebnis handeln. Im theoretischen Teil sollten nebst Material- und Werkzeugkunde auch Informationen über berufliche Möglichkeiten in diesem Bereich eruiert werden. Auch der Kostenpunkt und die Kalkulation wird nicht außer Acht gelassen.

In diesem Jahr präsentierten die Schülerinnen und Schüler, auf zwei Abendveranstaltungen verteilt, folgende Themen:

Der erste Abend hatte für die Ohren und Augen der Besucher so einiges zu bieten. Eine Schülerin hatte nach einem Thema aus der Mitte ihres Alltags gegriffen und mit einem modernen Format verbunden. Sie produzierte einen Podcast über Maria Montessori.

Eine weitere Schülerin nahm ihre Zuschauer mit ins Wunderland. Sie hatte, mit Unterstützung ihrer Mentorin 3 Bühnenbilder zum Kinderbuchklassiker „Alice im Wunderland“ hergestellt.

Klangvoll wurde es bei der musikalischen Schülerin, die sich dem Songwriting und der Aufnahme ihrer Songs gewidmet hatte. Herr Stengel, der Musiklehrer der Montessorischule, durfte hier, wie auch schon beim erwähnten Podcast, als Mentor wirken.

Als richtige Tierliebhaberin entpuppte sich die Schülerin, die sich dafür entschieden hatte, eine Hundehütte für ihren Hund „Sammy“ zu bauen. Sie berichtete über die Geschichte der ersten Hundehütte und demonstrierte ihr robustes Haus im Anschluss.

Richtig technisch wurde es bei einer Schülerin, die einen antiken Nähmaschinentisch umbaute und daraus einen Microcontroller gesteuerten LED-Leuchttisch erstellte. Wie eine Lichtorgel lässt dieser sich aktivieren und deaktivieren. Die bunten Lichter, die mit einem Lautsprecher verknüpft sind, werden mit Sicherheit noch so manchen Jugendraum in Stimmung bringen.

Ein Schüler durfte den zweiten Vorstellungstag mit seinem Projekt „Dekoschilder mit Sprüchen“ eröffnen. Von seinem Mentor, einem Schreiner, durfte er viel lernen und präsentierte eine bunte Vielfalt an Schildern, die das eigene Heim dekorativ schmücken.

Flink wie ihr Langbogen selbst, stellte eine weitere Schülerin ihren historischen Bogen vor, den sie aus einem selbst gefällten Haselnussbaum angefertigt hatte. An ihrem Stand konnte man dann auch noch die professionelle Anfertigung der Pfeile bestaunen.

Glamourös wurde es bei der Schülerin mit der flinken Nadel. Ein Abendkleid, wie es sich nur Aschenbrödel selbst hätte erträumen können, wurde von ihr vorgestellt. Bis ins Detail, also den passenden Schuhen und stilvollen Handschuhen wurden die Zuschauer verzaubert.

Ein weiterer Schüler wusste genau wie man sportlichen Ehrgeiz und die Lust auf Süßes verbinden konnte. Er baute eine Schokokuss-Wurfmaschine. Die Kunst mit einem Ball den Auslöser der Wurfmaschine zu treffen und dann den Schokokuss zu fangen traf auf große Begeisterung und Experimentierfreude bei den Besuchern. Besonders toll ist auch das „kleine“ Detail, dass die bereitgestellte Spardose (pro Wurf eine Spende) für die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V. gedacht ist.

Spacig wurde es bei dem Schüler, der den Abschluss des zweiten Vortragstages machte. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht drei Star Wars Hörbücher zu erstellen. Ausführlich berichtete er über die Erstellung und Bearbeitung seiner Hörbücher, die man im Übrigen über eine Mail-Anfrage bei Moritz als Hör-Kostprobe zugeschickt bekommt.

Die Schüler und Schülerinnen hatten durchweg bestätigt, dass sie mit dem Projekt der Großen Arbeit sehr gewachsen sind und es ihnen zwar Mühe und Fleiß abverlangte, aber auch sehr viel davon profitiert haben: Sie haben neue Fähigkeiten an sich entdeckt und gefestigt. Auch toll empfanden sie die Zusammenarbeit mit den Mentoren. Vielleicht entdeckte die eine oder der andere sogar den späteren Berufswunsch.

Mit einem Augenzwinkern gestanden die Schülerinnen und Schüler ein, dass lediglich die zahlreichen Tagesberichte und die Dokumentation der Arbeiten und die minutiöse Nachbereitung eher ermüdend und nicht so spannend waren.

Vielen Dank ihr Lieben! Ihr habt uns mit Euren Ideen verwöhnt und wart in diesem Jahr besonders viel Nervenkitzel ausgesetzt! Toll, wie ihr alles gemeistert habt!!!