Erstes Musical-Projekt der Montessorischule: Das Dschungelbuch

4. Juli 2018 – Ein Menschenkind – ohne Schutz seines Rudels – bedroht von Shir Khan, dem Tiger, der Menschen hasst. Ist ein Leben im Dschungel ohne Freunde mögliche? – Die Geschichte ist bekannt und steht im Dschungelbuch. Der Roman des britischen Autors Rudyard Kipling erschien bereits 1894. Besser bekannt wurde der Stoff durch den abendfüllenden Disney-Klassiker von 1967.

Auch ein halbes Jahrhundert später haben die faszinierende Geschichte und die jazzig swingenden Songs nichts an Reiz eingebüßt. Und so machten sich die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe A der Privaten Montessorischule Soden in diesem Jahr erstmals daran, das Stück als Musical neu zum Leben zu erwecken.

 

Unter der Leitung des engagierten Musiklehrers Joseph Stengel wurde seit Beginn des Schuljahres geprobt. Dabei kamen nicht nur die Schülerinnen und Schüler zum Zug, dies sich für Gesang und Schauspiel interessieren. Auch Technikbegeisterte, Kostüm- und Bühnenbildner arbeiteten engagiert mit und fanden in den Fachlehrern und Freunden des Hauses Unterstützung.

 

Die einmalige Aufführung des Musicals Dschungelbuch fand im Bewegungsraum der Schule statt. Schon mit dem ersten Vorhang gerieten die Zuschauenden in den Bann des Urwaldes, denn das farbenfrohe Bühnenbild hing vor den großen Fensterfronten und tauchte den gesamten Saal in ein schummeriges Licht. Gute anderthalb Stunden fieberten alle mit dem im Dschungel geborenen Mogli, der gegen seinen Willen zurück in die Menschensiedlung gebracht werden soll. Bangten, wenn er von der heimtückischen und hypnotisierenden Schlange Kaa bedroht wird. Lachten, wenn sich Mogli als Rekrut in der Elefanten-Armee verdingen will und in Hathi Junior einen neuen Freund finden will und klatschten natürlich begeistert mit, wenn die fetzigen Lieder des Lebenskünstler Balu dem Bären, dem affenstarken King Luis und den Geiern erklingen.

 

Gesprochen wurde das Stück in deutscher Sprache. Für die Lieder wagten sich die Schülerinnen und Schüler der 5. Und 6. Jahrgangsstufe bereits auch an die englischsprachigen Lyrics heran. Applaus ist bekanntlich das Brot des Künstlers! – Und so gingen an diesem Abend alle Beteiligten mehr als gesättigt nach Hause.

 

Für das kommende Jahr steht eine weitere Musical-Produktion schon fest auf der Agenda. Es wird gemunkelt, dass es sich dann um das Stück schwedischer Pop-Ikonen handeln könnte … – Da bleibt nur zu sagen: Thank you for the Music!

Sommer – Sonne – Zuckerwatte – Die Montessorischule auf dem Kinderkulturtag

01.07.2018 – Längst Tradition – der Stand der Privaten Montessorischule Soden auf dem Aschaffenburger Kinderkulturtag. Unzählige Gespräche wurden hier in den letzten Jahren geführt, Kontakte geknüpft und Wiedersehen gefeiert. Auch am vergangenen Sonntag war so einiges los. Bei hochsommerlichen Temperaturen kamen nicht nur die kleinen und großen Besucher ins Schwitzen. Heiß her ging es an der beliebten schuleigenen Zuckerwattemaschine.

 

 

Fleißige Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass die süße Watte pausenlos produziert wurde und in unzähligen Kindermündern verschwand. Wer ein wenig verschnaufen wollte, war auch hier auch richtig. Kinder konnten alleine oder mit Unterstützung Bilder mit Tapetenkleister malen und ihr Werk mit feinem Sand sichtbar machen. Kurzum – der Montessori-Stand bildete mit Abstand das klebrigste Angebot des Tages. Kleben blieben auch zahlreiche Eltern, die sich über das Schulkonzept, die besonderen Materialien und die Schule im Allgemeinen informierten.

 

20 Jahre Montessorischule Soden – mehr als EIN Grund zum Feiern

23.06.2018 – Inspiriert durch einen Vortrag an der Volkshochschule Aschaffenburg, fanden sich 1996 einige Eltern zusammen, um eine Schule zu gründen, die nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik arbeitet. Getragen durch wachsendes Interesse und ein hohes Engagement konnte bereits zwei Jahre später der Schulbetrieb mit 21 Kindern in Sulzbach-Soden starten.

Mittlerweile sind zwanzig Jahre vergangen und mehr als 140 Schülerinnen und Schüler besuchen in diesem Jubiläumsschuljahr die Schule, die mittlerweile eine feste Größe in der Schullandschaft am bayerischen Untermain einnimmt.

Grund genug, das zwanzigjährige Bestehen groß zu feiern. Und so wurde am vergangenen Samstag auf dem Schulgelände in Soden einiges geboten. Gekommen waren viele ehemalige Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien, sowie die erste Schulleitung mit vielen weiteren ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, die aktuelle Schulfamilie, Interessierte, Freunde und Förderer sowie Vertreter aus der Politik.

Für alle stand und steht fest, dass die Montessorischule einen wichtigen Beitrag zur Pluralität der Schulen in der Region leistet und durch ihre besondere Arbeitsweise –eigenständigen Erarbeiten des Lernstoffs im eigenen Tempo, unterstützt durch vielfältige Materialien – vielen Kindern ein positives Lernumfeld bietet.

Am Samstag stand aber das Feiern an erster Stelle. Nach einer kurzen Begrüßung durch Hubert Hofmann, Vorsitzender des Trägervereins der Montessorischule sowie der Schulleiterin Regine Hadaschik, würdigte auch der zweite Bürgermeister der Marktgemeinde Sulzbach am Main, Norbert Elbert, den Erfolg der Schule. Anschließend sorgte die Band „Tonfisch“ mit kindgerechter Weltmusik für Unterhaltung. Zum Toben standen eine Hüpfburg und – passend zum WM-Samstag – ein Menschenkicker bereit. Wer sich eine bleibende Erinnerung an den schönen Tag verschaffen wollte, konnte sich in einer Fotobox direkt ein Bild zum Mitnehmen anfertigen oder in einem prächtigen Bilderrahmen fotografieren lassen. Darüber hinaus sorgte eine Festschrift mit Bildern aus den vergangenen zwanzig Jahren und älteren Aufnahmen vom historischen Schulgebäude für eine bleibende Erinnerung.

Obgleich die Mitarbeit der Eltern durchaus einen Teil des Schulalltags ausmacht, konnten diesmal fast alle Gäste entspannen, denn Speisen und Getränke wurden von einem regionalen Caterer angeboten. So klang der Tag mit live Musik, guten Gesprächen, alten und neuen Kontakten aus und warf einen hoffnungsvollen Blick auf die kommenden Jahrzehnte.