Mamma Mia! – Montessorischule verwandelt Sodener Bürgerhaus in eine Musical-Bühne

Die Musical AG der Privaten Montessorischule Soden hat in diesem Jahr nicht nur ihr künstlerisches Können unter Beweis gestellt. Auch das Timing war perfekt: Das ABBA-Musical „Mamma Mia“ wurde ein Tag vor dem alljährlichen Eurovision Song Contest aufgeführt. Der ESC hieß vor 45 Jahren noch Grand Prix d’Eurovision de la Chanson und Gewinner war damals die schwedische Popgruppe ABBA. Die räumten mit dem Titel „Waterloo“ ab und setzten damals den Grundstein für eine unvergleichliche Karriere.

Ob am Freitagabend auch die ein oder andere Musical-Karriere gestartet wurde, steht noch in den Sternen. Fakt ist jedoch, dass die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Jahrgangsstufe über ein enormes musikalisches und schauspielerisches Potenzial verfügen. Unter der Leitung des engagierten Musiklehrers Joseph Stengel und Barbara Sauer vom pädagogischen Team der Schule probte die Gruppe seit Anfang des Schuljahres intensiv das schwungvolle Stück und präsentierte es vor der Schulfamilie, Freunden und Verwandten auf der Bühne des Bürgerhaus Soden.

Das gleichzeitig im nahgelegenen Feuerwehrhaus eine Blasmusik-Kapelle probte, irritierte die Zuschauer zwar anfangs ein wenig – doch die Spiellust der Schüler und die ambitioniert vorgetragenen Gesangnummern rückten Hintergrundgeräusche schnell dahin, wo sie hingehören – in den Hintergrund.

Im Vordergrund stand die Geschichte von Sophie, die kurz vor ihrer Hochzeit steht und wissen wissen will, wer ihr Vater ist. Aus dem Tagebuch ihrer Mutter Donna weiss Sophie, das drei Herren in Frage kommen. Diese reisen auf Einladung von Sophie ganz spontan auf die griechische Insel und erleben den Sommer ihrer großen Liebe noch einmal neu.

Dass am Ende dieser Aufführung – anders als im Original – Sophie doch heiratet, schmälert nicht den Zauber, des Stücks. Dass sich das Publikum an diesem Frühsommerabend wie auf einer griechischen Insel fühlt, ist dem fantastischen Bühnenbild zu verdanken, das die Schüler im Kunstunterricht erstellt haben. Überhaupt war auch diesmal das „Drumherum“ – ganz im Sinne der Montessori-Pädagogik – mit Unterstützung durch die Pädagogen von den Schülern umgesetzt worden. Das gilt für die Tontechnik und Beleuchtung gleichermaßen, wie für das Catering. Lohn für die Anstrengungen der letzten Monate war frenetischer Jubel und langanhaltender Applaus. Musiklehrer Stengel verteilte Rosen an die Mitwirkenden, diese bedankten sich spontan mit dem Titel „Waterloo“. Da bleibt nur zu sagen: „Thank you for the music“!