Vortrag „Erste Hilfe bei Verbrennungen“
Am 28. Januar lud die Montessorischule Soden im Rahmen der Vortragsreihe des Arbeitskreises Elternschule zum Workshop „Erste Hilfe bei Verbrennungen“ ein.
Am 28. Januar lud die Montessorischule Soden im Rahmen der Vortragsreihe des Arbeitskreises Elternschule zum Workshop „Erste Hilfe bei Verbrennungen“ ein.
Im Rahmen der Vortragsreihe des Arbeitskreises Elternschule fand am Mittwoch, den 28.01., der Vortrag „Erste Hilfe bei Verbrennungen“ statt.
Referentin Eva Koll, Ärztin und Homöopathin sowie Mutter zweier Kinder, vermittelte praxisnahes Wissen rund um medizinische Notfälle im Familienalltag.
In einer offenen, zugewandten Atmosphäre führte sie die Teilnehmenden durch die zentrale Frage des Abends: Wann handelt es sich um einen echten Notfall und wann können Eltern ruhig und sicher selbst handeln? Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Unsicherheiten ernst zu nehmen und im Zweifel frühzeitig Hilfe zu holen.
Anhand konkreter Beispiele erklärte Eva anschaulich, wie Verbrennungen und Verbrühungen entstehen, wie sie eingeschätzt werden und welche Warnzeichen sofortiges Handeln erfordern. Besonders hervorgehoben wurden Risikofaktoren wie große Flächen, tiefe Hautschäden, Verletzungen im Gesicht, an Händen oder durch Strom.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den ersten Maßnahmen im Ernstfall. Die Eltern erfuhren, warum Selbstschutz, Ruhe und Wärmeerhalt entscheidend sind und weshalb großflächiges Kühlen vor allem bei kleinen Kindern Risiken bergen kann. Gleichzeitig wurde betont, wie wichtig Nähe, Beruhigung und eine ruhige Begleitung des Kindes für den Heilungsverlauf sind.
Ergänzend stellte die Referentin ganzheitliche und erfahrungsmedizinische Ansätze vor und erläuterte, wie Selbstheilungskräfte unterstützt werden können, immer mit dem klaren Hinweis, schulmedizinische Hilfe bei schweren Verletzungen nicht zu ersetzen, sondern sinnvoll zu ergänzen. Für viele überraschend kam der wichtigste Tipp des Abends: Den besten Heilungsimpuls bei Verbrennungen und Verbrühungen setzt man durch moderate Hitze. Bedeutet, den verbrannten Finger beim nächsten Mal nur zu Beginn mit lauwarmem Wasser kühlen. Die Temperatur dann nach und nach erhöhen (einen kurzen Schmerzreiz zu Beginn des Wärmens aushalten) und verwundert feststellen, dass Blasenbildung und langwierige Verläufe häufig ausbleiben.
Zum Abschluss ging es um Prävention im Alltag. Typische Unfallquellen im Haushalt wurden benannt und konkrete Anregungen gegeben, wie Eltern Risiken reduzieren und Kinder altersgerecht sensibilisieren können.
Der Abend machte deutlich:
Wissen, innere Ruhe und klare Orientierung geben Eltern Sicherheit und genau diese Sicherheit überträgt sich auf das Kind.
Wir danken Eva herzlich für diesen informativen und praxisnahen Vortrag sowie allen Eltern für ihr großes Interesse und den wertvollen Austausch.