Vortrag „Kinder und Medienkompetenz“
Am 25. März lud der Arbeitskreis Elternschule wieder zu einem inspirierenden und zugleich nachdenklich stimmenden Abend ein.
Am 25. März lud der Arbeitskreis Elternschule wieder zu einem inspirierenden und zugleich nachdenklich stimmenden Abend ein.
Am 25. März 2026 luden wir im Rahmen der Vortragsreihe des Arbeitskreises Elternschule wieder zu einem inspirierenden und zugleich nachdenklich stimmenden Abend ein. Unter dem Titel „Kinder und Medienkompetenz. Richtiger Umgang mit digitalen Medien“ gab Referentin Asha Scherbach, Diplom Psychologin, Einblicke in die Wirkung digitaler Medien auf Kinder und zeigte auf, wie ein bewusster Umgang im Familienalltag gelingen kann.
Bereits der Einstieg war bewusst anders gestaltet. Mit einer kleinen kreativen Übung wurden die Teilnehmenden eingeladen, ihre eigene Wahrnehmung zu reflektieren. Schnell wurde deutlich, wie stark Gedanken und Bewertungen unser Erleben prägen und wie eng diese mit dem Thema Medien verknüpft sind.
Im weiteren Verlauf zeigte Asha Scherbach anschaulich, wie sich die Wahrnehmung durch Bildschirmmedien verändert. Während wir in der realen Welt aktiv entscheiden, wohin wir schauen, werden wir bei digitalen Medien häufig geführt. Dies beeinflusst Konzentration, Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, selbst aktiv zu werden.
Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung echter Sinneserfahrungen für Kinder. Gerade in den ersten Lebensjahren sind Bewegung, Beziehung und unmittelbares Erleben entscheidend für die Entwicklung und können durch Medien nicht ersetzt werden.
Ein zentraler Aspekt war zudem die emotionale Wirkung von Medien. Kinder erleben Inhalte oft unmittelbar und können diese nur schwer von der Realität unterscheiden. In diesem Zusammenhang wurde auch die Entwicklung von Empathie thematisiert. Wenn Kinder Situationen wiederholt nur beobachten, ohne selbst handeln zu können, kann dies langfristig Einfluss auf Mitgefühl und Reaktionsverhalten haben.
Aktuelle Entwicklungen zeigen, wie relevant dieses Thema ist. Studien aus verschiedenen Ländern belegen, dass eine reduzierte Nutzung digitaler Medien zu mehr Konzentration, stärkerem Sozialverhalten und mehr Wohlbefinden bei Kindern führt.
Ein besonders wertvoller Teil des Abends war der offene Austausch unter den Eltern. Viele berichteten von ähnlichen Herausforderungen und nahmen konkrete Impulse für den Alltag mit. Dazu zählen klare Rahmen, bewusste Auswahl von Inhalten, Begleitung durch die Eltern sowie das Schaffen von Alternativen und das Zulassen von Langeweile.
Besonders blieb die Erkenntnis, dass Kinder vor allem durch Vorbilder lernen. Nicht Verbote allein, sondern Beziehung, Präsenz und Bewusstsein prägen den Familienalltag nachhaltig.
Wir danken Asha Scherbach herzlich für diesen bereichernden Abend und allen Teilnehmenden für ihr großes Interesse und den wertschätzenden Austausch.
Fotos und Bericht von Jana Mende