Ein zweiter Abend mit Carolin Rieckmann

Freude beim Arbeitskreis Elternschule

Am 03.05.2022 ging die Reise mit Carolin Rieckmann weiter.

Der zweite Abend konnte als Präsenzveranstaltung stattfinden.

Die systemische Beraterin und Kommunikationstrainerin die TeilnehmerInnen direkt zu ihren Gefühlen und Pseudogefühlen.

von

Ein Bericht von Andrea Schreck zur Veranstaltung

"Dieses Mal führte uns der Weg mit einer „Beerenreise der Sinne“ direkt zu unseren Gefühlen und Pseudogefühlen. Eine Rosine regte uns zum Tasten, Riechen, Sehen, Hören und Schmecken an. Und so wurde uns auch die Entstehung unserer Gefühle schmackhaft gemacht: Ein Ereignis im Innen oder Außen wird von uns wahrgenommen. Wir treffen bewusst oder unbewusst eine Entscheidung, das Ereignis zu bewerten. Unsere eigene Bewertung also verursacht unsere Gefühle! Gefühle sagen etwas über mein Inneres, nicht über andere Menschen. Gefühle finden im Körper statt, nicht im Kopf. Für meine Gefühle bin ich selbst verantwortlich.

Gefühle klopfen nicht an, sie sind einfach da!

Gefühle entstehen, wenn unsere Bedürfnisse erfüllt oder nicht erfüllt sind. Sie sind eine Frage des Blickwinkels. Auf einen Reiz reagieren wir oft mit einer automatischen Reaktion, und befeuert von unseren Emotionen schaukeln wir uns mit unseren Gesprächspartner immer weiter hoch. Ein Ping-Pong der Schuldzuweisungen kann beginnen: „Du hörst mir nie zu!“ – „Du bist doch nie da, wie soll ich dir zuhören!“ usw. Um diese Spirale zu durchbrechen, ist es wichtig, Selbstempathie zu entwickeln: Was war los? Was fühle ich? Was brauche ich? Ein kurzes innerliches STOPP und sich selbst zentrieren hilft uns dabei.

Die wichtigsten Zutaten in unserer Bedürfnisbowle sind Wertschätzung und Respekt. Und die schenken wir unserem Gegenüber, wenn wir empathisch zuhören und uns authentisch mitteilen. Dazu machten wir paarweise eine praktische Übung, die für allen Teilnehmer*innen sehr eindrucksvoll war.

Mit einem Zitat von Carl Rogers und dem Ausblick auf eine weitere Veranstaltung zum Thema „Was bewirkt Strafe“ gingen wir angeregt und motiviert nach Hause:

"Wenn Dir jemand wirklich zuhört, ohne Dich zu verurteilen, ohne dass er den Versuch macht, die Verantwortung zu übernehmen oder Dich nach seinem Muster zu formen, dann ist das ein verdammt gutes Gefühl."

 

Herzlichen Dank, Andrea, für diesen tollen Einblick!

Wir freuen uns auf weitere Veranstaltungen.

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