25 Jahre Montessorischule Soden. Die Schulfamilie feiert ein rauschendes Open-Air-Fest.
- September 1998: Es ist der erste Schultag an der neu gegründeten Montessorischule. 21 Grundschulkinder kommen zum ersten Unterricht in die Klassenräume eines ehrwürdigen Gebäudes – dem ehemalige Kinderkurheim in Soden.
Heute besuchen 175 SchülerInnen die Grund- und Sekundarstufe an unserer Schule und füllen alle drei Etagen des Hauses, das nun dem Förderverein gehört. Die Monte, wie sie von allen liebevoll genannt wird, ist inzwischen eine feste Institution in Sulzbach-Soden und weit über die Landkreisgrenzen bekannt.
Es waren engagierte Eltern, die die Schule nach den Grundsätzen von Maria Montessori aufgebaut haben. Einige von ihnen sind beim Jubiläumsfest am 6. Mai 2023 dabei, manche stehen noch immer in enger Verbindung zu ihrer Monte. Sie freuen sich zu sehen, was aus der Schule geworden ist. So auch Rolf Heesch und Günter Brehm, beide im Vorstand unseres Fördervereins. „Die Monte ist eine große Familie, die von Jahr zu Jahr weiterwächst“, sagen sie und sind stolz, so vielen Kindern die Möglichkeit zu geben, nach dem Grundsatz zu lernen, für den Montessori steht: „Hilf mir, es selbst zu tun.“
Buntes Programm für alle
Zum Jubiläumsfest sind viele SchülerInnen der Grund- und Sekundarstufe, viele Ehemalige, die Familien und Freunde gekommen. Auch Sulzbachs Bürgermeister Martin Stock und Landrat Jens Marco Scherf waren zu Gast und genossen das quirlige Treiben auf dem Schulhof. Da war Einiges geboten: Hüpfburg, Soccer, Kinderschminken, Dart und Dosenwerfen, Seifenblasen zaubern, Tontöpfe bemalen.
Den Auftakt auf der Bühne machte Schulleiterin Eva Schröner mit vielen Kolleginnen. Sie erzählten, was an der Monte besonders ist: dass jedes Kind individuell betrachtet wird, dass alle in engem Austausch stehen – PädagogInnen, Eltern, SchülerInnen – und dass es einen familiären Zusammenhalt gibt. Dann folgte ein buntes Programm für die ganz Jungen und die Älteren. Es gab Musik und ein Märchentheater der TheaterAG, eine große Tombola und am Abend spielte die Band Chocola.
Spielen nach Herzenslust
Das Wetter meinte es gut mit den vielen Gästen, die gemeinsam im Schulhof saßen und das leckere Essen, Cocktails und Eis genossen. An den Tischen und Bänken waren die Kinder übrigens nur selten zu finden. Sie tummelten sich an den vielen Spielstationen und vor der Bühne. Sie spielten und tobten auf der Wiese nach Herzenslust.
Eine Dame hatte sich ein ruhigeres Plätzchen im Schatten gesucht: Rita Giegerich, deren Urenkel Leopold heute die Schule besucht. Sie freut sich für die Kinder und deren Möglichkeiten, frei und unbeschwert zu lernen. Als sie jung war, gab es kaum Bildungsmöglichkeiten für Mädchen. Aber sie hatte sich Lesen beigebracht und kannte die Bücher von Maria Montessori. Davon war sie so begeistert, dass sie selbst ein Montessori-Material gestaltete: Ein genähtes Bilderbuch, detailgetreu und mit Anleitungstext.
Das Jubiläumsfest war ein Ankerpunkt in diesem Schuljahr, wie auch viele Eltern und Kinder berichten.