6. Mai 2018: Große Meisterwerke von jungen Talenten

Ausstellungsprojekt von Schülern der Montessorischule Soden – Kinder interpretieren berühmte Kunstwerke.

Am Sonntag, den 6. Mai 2018 , 14 – 17 Uhr im Weißen Zimmer, Karlstraße 12- 14, 63739 Aschaffenburg. Der ideale Sonntagsausflug in die Welt der Kunst!

Neue Sicht auf berühmte Kunstwerke

Bildmaterialien in den Neuen Medien werden meistens nur flüchtig gesehen und konsumiert. Kunstwerke von berühmten Künstlern wollen und sollen anregen. Sie sollen vom Betrachter bewusst wahrgenommen und entdeckt werden.

Wenn der erste Kontakt der SchülerInnen mit Kunstgeschichte nicht der letzte bleiben soll, kann im Kunstunterricht ein möglichst entspannter Zugang zu Bildern angeboten werden, der ein grundsätzliches Interesse weckt und darüber hinaus Impulse zur eigenen kreativen Gestaltung liefert. In dem Ausstellungsprojekt beziehen sich die Arbeiten der SchülerInnen auf ein jeweils von ihnen ausgesuchtes Originalbild eines Künstlers aus der Kunstgeschichte.

Kunstwerke beinhalten Informationen zu den Lebensumständen der Künstler. Diese sollen von den Kindern erschlossen werden. Der Arbeitsschritt rundet die Kunstbetrachtung sinnvoll ab.

Die Kinder begegnen dem jeweiligen Bild indem sie zeichnen, malen und experimentell interessante Lösungen erproben zwischen Ordnung und Komplexität. Dabei sollen sie versuchen einen individuellen Gefühlsausdruck in ihre eigenen Bilder zu legen. Daraus ergibt sich eine intensive Werkbetrachtung. Gesehenes und Erlebtes wird so neu gestaltet und verarbeitet.

Die Sensibilisierung für ästhetische Zusammenhänge soll im Focus stehen und dadurch die Kreativität der SchülerInnen fördern. Kreativität ist die Fähigkeit, Dinge hervorzubringen, die neu sind und die, zumindest für denjenigen der sie hervorbringt, vorher unbekannt waren.

Die Schüler haben sich in diesem Ausstellungsprojekt mit Bildern von „Meistern“ auseinandergesetzt und haben Bilder von berühmten Künstlern aus der Kunstgeschichte neu interpretiert. Etwas neues Selbständiges und Schöpferisches entstand durch die Auseinandersetzung mit den Kunstwerken der „ Meister“. Das kreative Kind übernimmt nicht die Denkmuster der Erwachsenen und ihre Sicht auf die Kunstwerke. Es denkt selbst, es beschreitet einen neuen Weg und kommt zu eigenständigen Ergebnissen.

Die von den Schülern ausgesuchten und bearbeiteten Kunstwerke dienten als Nährboden für ihre eigene Kreativität und schulten das Erlebnis Kunst intensiv zu betrachten. Das fördern der Kreativität bei Kindern erzielt eine besondere Sensibilität im Bereich der Wahrnehmung und gibt ihnen einen Schlüssel für verschiedenartige Problemlösungen in die Hand.

In diesem Projekt ließen sich die Schüler gerne auf Neues ein, reagierten auf Anstöße von außen und zeigten eine auffallende Bereitschaft, sich Dinge, Bilder, auch ganz anders vorzustellen. Anfänglich hatten die Schüler noch Angst und bedenken in das Bild eines „Meisters“ einzugreifen. Doch dann fanden sie den Mut zu dem Original ihre eigene Interpretation zu finden.

Kreative Menschen sind aktive Menschen und haben deshalb eine große Chance sich dabei selbständig weiterzuentwickeln. In unserer Welt brauchen wir kreative Köpfe, die Probleme als Herausforderung betrachten, die Lust haben neue Ideen zu entwickeln, die bereit sind Bestehendes in Frage zu stellen und die in vielen Lebensbereichen neue Wege beschreiten.

Das Projekt “ Keine Angst vor großen Meistern“ begann damit, dass sich die Schüler ein Kunstwerk aussuchten. Dieses wurde dann im Unterricht gemeinsam besprochen. Die Kinder erfuhren dabei mehr über das Werk des jeweilen Künstlers, über sein Leben und über Zeitgeschichte. Nach der Interpretation des Werkes fingen die Schüler an, Skizzen mit eigenen Ideen zu entwerfen. Dieser Prozess war mit Experimentieren und Suchen verbunden. Die Schüler hatten genug Zeit, neue Wege aus zu probieren, Schwierigkeiten zu bewältigen, neue Techniken zu erfinden, auch Umwege zu gehen und Erfahrungen zu sammeln.

Nach diesem Schritt entschieden sich die Schüler einzeln oder in kleinen Gruppen an Ihrem „Werk“ zu arbeiten und ihre eigene kreative Sichtweise dem Betrachter zu präsentieren.